| Arist von Schlippe Professor Dr. phil., Dipl.-Psychologe, Psychol. Psychotherapeut Inhaber des Lehrstuhls "Führung und Dynamik von Familienunternehmen" an der Privaten Universität Witten-Herdecke, Lehrtherapeut am Institut für Familientherapie Weinheim Kurzbeschreibung Das Konzept der "elterlichen Präsenz" von Haim Omer (Tel Aviv), wurde in der Arbeit mit Eltern entwickelt, die äusserten, vor ihren Kindern Angst zu haben, sei es, dass sie durch Symptome unter Druck gesetzt wurden (Zwänge, Selbstmorddrohungen o.ä.), sei es, dass Jugendliche die Eltern durch körperliche Gewalt/Gewaltdrohung einschüchterten. Das Konzept der elterlichen und professionellen Präsenz beruht auf Gandhis Idee der Gewaltlosigkeit: Gewalttätigem Verhalten zu Hause, in der Schule und auf der Strasse wird im "gewaltlosen Widerstand" begegnet: gleichzeitig werden destruktive Eskalationen vermieden. Angeboten wird ein "systemisches Coaching" für Eltern: keine Familientherapie, sondern eine lösungsorientierte Beratung mit dem Ziel, familiäre Interaktionsmuster dauerhaft zu verändern. "Elterliche Präsenz" hat nichts mit der Rückkehr zu überkommenen Konzepten elterlicher Macht zu tun, es geht nicht um das "Durchsetzen von Grenzen" oder um "Konsequenz". Vielmehr geht es darum, Eltern, die an den Rand der Familie geraten sind, zu unterstützen. Fragen des Familienalltags werden auf eine besondere Weise besprochen und sorgfältig ausgearbeitete Vorschläge entwickelt, durch die eine "Autorität ohne Gewalt" erreicht wird. Ziel des Workshops: Praktikern und Praktikerinnen umfassenden Einblick in das Konzept der elterlichen Präsenz zu geben und detaillierte Möglichkeiten des Einsatzes im eigenen Arbeitsfeld zu erarbeiten. |