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Landwirtschaftliche Familienbetriebe in der Krise |
Landwirtschaftliche Familienbetriebe in der Krise
Karl Friedrich Bohler, Bruno Hildenbrand unter Mitarbeit von Karl-Ernst Bühler, Roswitha Hietel, Christine Jauch, Brigitte Löhr-Heinemann und Falko Seegel 224 Seiten, broschiert, 1997 € 17.90 ISBN 3-8258-2891-3 Lit Verlag AG Der Bereich der vollbäuerlichen, familienbetrieblichen Landwirtschaft steckt in Deutschland seit den letzten drei Jahrzehnten in einer Strukturkrise. Sie wird üblicherweise mit dem Schlagwort "wachsen oder weichen" umschrieben. In diesem Buch wird der Frage nachgegangen, wie sich diese allgemeine Krise in familienbetrieblichen und psychischen Problemen niederschlägt. Ein deutlicher Indikator für solche Probleme ist die Alkoholerkrankung eines Familienmitglieds, meist des (zukünftigen) Betriebsleiters.
Das wichtigste Ergebnis dieser Studie ist, daß sich Krisenanzeichen und Alkoholerkrankung auffallend häufig bei zwei Betriebstypen finden: bei traditional orientierten, größeren Höfen und bei solchen, die nur aus Not oder aus persönlichen Eigenwilligkeiten heraus modernisiert werden, ohne die Vollerwerbsstruktur erreichen oder halten zu können. In jedem Fall sind persönliche und familiäre Krisen mit landwirtschaftlichen Strukturproblemen eng verflochten.
Daraus werden im abschließenden Kapitel Konsequenzen für die Beratung und Therapie der Alkoholabhängigen (unter Einschluß ihrer Familien) gezogen. Insbesondere ist dabei die Verschränkung von psychischer Befindlichkeit, Familienkonstellation und Familiengeschichte der zentrale Fokus. |